Andy und Alex haben sich die spannendsten News der letzten Wochen vorgenommen, um einen kleinen Überblick über das Geschehen der letzten Zeit zu geben. Dabei diskutieren die beiden über die Strategien der geplagten Publisher, die Position von Apple im Spiele-Markt und die kommenden potentiellen Hits.
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22. Mai 2010 um 04:27 |
bitte nich immer so dolle auf den kopierern rumhacken. ihr verdient euer geld mit dem verkaufen von legalen spielekopien, aber im endeffekt hätte es sehr viel länger gedauert, bis diese ganze video- und computerspiel-kultur in den mainstream eingezogen wäre, wenn damals zu c64, dos, win3.11, win95 und ps1 zeiten nicht ohne ende kopiert worden wäre. ich behaupte jetzt mal, dass es ohne “raubkopierer” heute keine ps3 oda xbox 360 geben würde
viele kreative leute kamen aus der cracker(im sinne von kopierschutz cracken)-szene. viele wirklich gute und kreative spiele, wären nie zustande gekommen, wenn leute (vor allem zu c64-zeiten) nicht durch kopierschütze(kopierschutze?!) motiviert gewesen wären, sich intensiv mit assembler-programmierung u.ä. zu beschäftigen. die leute, die damals z.b versucht haben das “offizielle” maximum an sprites für bestimmte systeme zu umgehen, kamen (vor allem in deutschland) oft aus der “raubkopier”-szene. ich finds halt immer bißchn heuchlerisch, wenn jetzt die publisher auf den “raubkopierern” rumhacken. ohne illegale kopien, wären video- und vor allem pc-spiele niemals so weit verbreitet, wie sie es heute sind. man sollte auch imma gucken, was man selber auf seiner eigenen festplatte rumliegen hat…wer ohne sünde is werfe den ersten stein und so…so ziemlich jeder hat/hatte doch illegale mp3s, filme oder spiele aufm rechner. auch ihr!!
ich finds denn immer ganz schlimm, wenn man denn anfängt auf die bösen bösen “raubkopierer” zu schimpfen. smudo z.B. von den fantastischen 4. startet kampagnen gegen illegale mp3s, zeigt leute an, nur wiel sie sich ma 1-2 tracks runterladen und hat selbst hunderte von kopierten cds zuhause rumliegen (is nich 100%ig bestätigt, aber eine relativ ernstzunhemende quelle hat das genauso erzählt -> kuchenradio.org).
ich persönlich bin kein konsolen-spieler(meine letzten konsolen waren ps2 und n64), aber ich bin seit ~15 jahren begeisterter gamer und denke mal, dass es grundsätzlich keinen großen unterschied zwischen pc- und konsolen-gamern gibt. solange ein spiel wirklich gut, kreativ ist, den spieler begeistern kann, verkauft es sich normalerweise auch (ausnahmen bestätigen die regel). ist doch ganz normal, dass die gewinne zurückgehen, wenn jeder schw**z inzwischen versucht geld mit spielen zu machen, d.h. die konkurrenz 100mal größer ist als vor 10 jahren…und viele publisher denn irgendwie auf das falsche pferd setzen und immer mehr auf altbewährte marken setzen oder versuchen möglichst mainstream-kompatibel zu sein. da muss man sichd enn nich wundern, wenn man sich das neuste fifa 20xx erstmal bei rapidshare organisiert, bevor man 60-70€ für die neuste version ausgibt.
die letzten vollpreisspiele, die ich mir gekauft habe, waren civilization: colonization (civilization ist natürlich auch ne altbewährte marke…aber ganz und garnicht mainstream oder casual) und team fortress 2. und vor allem bei team fortress 2 sieht man, wie man nen spiel auch erfolgreich vertreiben kann, ohne für jeden sch**ß geld zu nehmen. da gibts fast jede woche neuen content, neue maps usw…mal ganz abgesehen von dem “user generated content”. das ist auch noch son richtig krasses problem, was ich bei konsolenspielen sehe…wenn man den leuten nich erlaubt eigenen content zu erstellen (little big planet ist so ziemlich die einzigste ausnahme, die ich da sehe), werden die leute ihre spiele natürlich auch schneller wieder verkaufen oder garnicht erst drüber nachdenken, sich das spiel zu holen. und das sich dieser trend inzwischen auch auf die pc-spiele abfärbt, find ich ziemlich bedenklich. ohne half-life 1, den map-editor und die sdk hätte ich wahrscheinlich nie angefangen mich ernsthaft mit der spieleprogrammierung auseinanderzusetzen….und inzwischen bin ich ernsthaft dabei, irgendwie in die spieleindustrie einzusteigen.
also…wenn alle nur konsumieren, map-packs und dlc kaufen, werden die kreativen köpfe in der spieleindustrie irgendwann aussterben. die außenseiter, raubopierer und underdogs sind meißt diejenigen, die euch im endeffekt die neuen, richtig geilen spielideen bringen…das solltre man meiner meinung nach auch immer bedenken…irgendwo müssen die programmierer oder “content-ersteller” ja herkommen
22. Mai 2010 um 17:41 |
Schöner Podcast, da habt ihr wirklich ein interessantes Thema ausgepickt.
Das 10 Dollar Project von EA kann ich noch so gerade akezptieren, ME2 ist auch ohne die Zusatzinhalte ein komplettes Spiel. Aber bei einem Sportspiel die Online-Modi zu streichen, ist wirklich dreist. Schließlich zahlt man als Xbox 360 Kunde 60 Euro im Jahr, um die Spiele Online spielen zu können.
Bei Alan Wake seh ich die Sache nicht so dramatisch, die Zusatzepisode ist keine Weiterführung der Story und es ist immer noch besser nur die Gebrauchtkäufer zur Kasse zu bieten als wie bei Fable II alle Kunden für neue Inhalte bezahlen zu lassen.
Assassins Creed II erscheint übrigens im Juni als Komplettedition mit allen DLC-Inhalten und den Bonusmissionen der Black Edition. Da hätte sich ein halbes Jahr warten wirklich gelohnt.
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Die Gebrauchtpreise finde ich gar nicht so niedrig, die Spiele verlieren auch als Neuware schnell an Wert. Dark Void und Dantes Inferno, die beide Anfang des Jahres erschienen sind, kosten mitlerweile nur noch 15-25 Euro neu. Selbst ein Mass Effect 2 kostet neu nur noch 30 Euro.
Eigentlich sind nur noch die Longseller von Nintendo wirklich preisstabil, das erste Super Mario Galaxy kostet über zwei Jahre nach Release immer noch 50 Euro bei Amazon.
Dieser schnelle Preisverfall ist imho viel gefährlicher, als Gamestop Mitarbeiter die unwissende Kinder mit Gebrauchtspielen über den Tisch ziehen.
Dann werden die Leute nämlich nur noch die AAA Titel sofort zum Release kaufen und beim Rest ein paar Monate warten bis sie es sich für die Hälfte aus UK importieren können.
25. Mai 2010 um 09:00 |
Ein wieder ein reichlich informativer Podcast. Sehr Kurzweilig
Game Pit wertet:
85%
25. Mai 2010 um 13:43 |
Du bewertest Podcasts ? Das ist absoluter Schwachsinn, denn Alex und Andy sagen ja nur ihre Meinungen. Eine Meinung kann man aber nicht bewerten.
25. Mai 2010 um 20:25 |
[...] [Daumen hoch für Martin, der eine eher nutzer- als industriefreundliche Meinung vertritt]) – die Konsolerie einmal ausgenommen – werden Meinungen geäußert, die vom “Verständnis für die Publisher” [...]
25. Mai 2010 um 22:04 |
Keine Trackbacks an? Meinung gibt es hier: http://mkraxx.wordpress.com/2010/05/25/raunzer-komisch-dass-der-aufschrei-ausbleibt-onlinepassproject-10-dollars-wtf/
26. Mai 2010 um 08:47 |
Hab lange überlegt, ob ich den Kommentar von hdfuweifw veröffentliche, eigentlich habe ich etwas gegen Leute, die hier anonym posten, aber ich denke, dass unsere tolle Community zu diesem Post auch eine Meinung haben wird…
26. Mai 2010 um 09:06 |
Zum Kommentar von hdfuweifw kann ich nur folgendes sagen: Da steht möglicherweise die ein oder andere interessante These drin. Aber aufgrund der doch sehr sparsamen Verwendung von Satzzeichen, Großbuchstaben und Absätzen, kann ich mir den Text echt nicht geben. Tut mir leid, aber das ist kaum zu lesen bzw. zu ertragen.
Ansonsten zum Podcast: Hat mir sehr gut gefallen, Jungens. Für mich einer Eurer bisher besten. Ich bin zwar inhaltlich nicht immer mit Euch einer Meinung, aber das macht´s ja erst interessant…
Gruß,
Ralf
26. Mai 2010 um 14:06 |
Meiner Meinung nach, der beste der Konsolerie-Podcasts. Sehr gut strukturiert, klare Meinungen, die gut begründet waren. Sehr schön.
Zu hdfuweifw:
Es mag ja sein, dass etliche der ehemaligen Mitglieder der Cracker-Szene nun in der Spieleindustrie tätig sind, und immer die Hardware ans Limit geführt haben. Aber um diese geht es ja im Großen und Ganzen nicht. Es geht um die Raubkopierer, die einfach ein Datenmedium kopieren um es zu spielen, oder um es einfach zu besitzen. Das was früher Schulhof-Kopierer waren. Disk rein ins Laufwerk, zweite Disk rein, und los geht’s. Einfach die große Menge der Raubkopierer heute wie damals. Und ein Spiel über einen Filesharing-Dienst zu ziehen kann jeder, dazu brauch man kein Programmierwissen, so wie man früher einfach nur ein paar Kumpels gebraucht hat.
Und dass Problem nimmt wohl wirklich zu:
Manchmal meine ich ja, die einzigen Leute die sich noch DS-Spiele kaufen, wären meine Freundin und ich.
Leute, die mit Videospielen rein gar nichts am Hut haben, aber eine Wii besitzen, fragen mich ob man dafür Spiele kopieren kann.
Usw.
Ich denke ja auch, dass ein Kopierschutz wohl die falsche Lösung ist, da er eigentlich keine Lösung sondern nur der Versuch ist, Zeit zu gewinnen.
Und wenn er, wie DLCs auch, Spielen die historische Dimension nimmt, will heißen, diese in der Zukunft vielleicht nicht mehr laufen werden, schießen sich die Publisher selbst ins Knie.
Nicht umsonst erscheint immer mehr Musik digital wieder ohne DRM.
Andererseits, lese ich vorhin in der neuen GameStar, dass das “humble indie bundle” in extremen Zahlen kopiert wurde, obwohl es für 1 Cent hätte erworben werden können.
It makes me wonder….
26. Mai 2010 um 17:49 |
Also ich kann verstehen warum die Industrie gegen Kopien vorgeht, die Spiele werden schließlich immer teurer in der Entwicklung und Breitband-Flatrates immer günstiger.
Und die Popularität des Hobbys haben wir nicht den Kopierern zu verdanken, sondern Sony die das Hobby mit Spielen wie wipEout, SingStar und Gran Turismo aus der Kinderecke gezogen hat.
27. Mai 2010 um 01:11 |
Werdet ihr trotz des Endes der Konsolerie (siehe Thread im Forum), weiterhin Podcasts produzieren? Notfalls macht man das Ganze halt per Skype.